Ares

05-11-2012

Zwei Male schien die Welt für mich das große Glück bereitzuhalten …

Im November 2012 fand mich eine Frau (Maria) auf der Straße in Bulgarien zusammen mit meiner Schwester Heras. Wir waren gerade mal so 5 Monate jung, sagte sie mal. Gotte sei Dank fand sie zwei Tage später unsere Mutter, denn sie war schwer krank (zwei große Tumore). Maria – die Frau – vermutete, dass unsere Mutter auf die Straße geworfen wurde, weil sie so krank war. Wir wollten es ihr immer erzählen, was passiert war, aber Menschen können unsere Sprache wohl nicht verstehen. Mama war so dünn und hungrig, aber Maria gab’ ihr alles, was sie brauchte, bis sie über den Regenbogen gehen musste und uns für immer verließ. Wir mochten die Menschen und fühlten uns bei ihnen sicher. Maria hatte schon so viele Hunde und fand keinen Platz für mich und meine Schwester, aber draußen auf der Straße in ihrer Nähe, war es für uns okay zu leben.
Wir bekamen zu Essen, zu Trinken und viel Liebe. Die Welt schien so in Ordnung für uns. Und sie sagte, dass sie eine Familie für uns suchen würde. Dann würde alles gut werden.

Der Anfang vom Glück?

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Februar 2013

Ich weiß es gar nicht mehr so genau.
Erinnern kann mich nicht mehr so richtig.
Da kam jemand und nahm mich mit.
Meine Schwester rief noch etwas, aber ich verstand es nicht.
Es ging alles so schnell.

Ich weiß nur noch, dass ich dachte; ich muss wieder zurück zu Maria und meiner Schwester.

Laufen konnte ich aber nicht mehr und mein Kopf … mein ganzer Körper tat mir weh … was war bloß geschehen?
Ich musste dringend nach Hause, sie vermissten mich sicher schon.
Wie lange war ich schon weg?
Mehrere Tage schon?

Ich hatte nur noch drei Beine, eine Pfote fehlte mir und eine Platzwunde am Kopf.
Aber ich schaffte es nach Hause … irgendwie und Maria weinte, als sie mich in ihre Arme nahm.

Aber es wird wieder in Ordnung, oder?
Die Menschen werden mich doch sicher auch so lieben können, oder?

Ich kam erstmal in ein Krankenhaus, wo sie sich um mich kümmerten und meine Wunden versorgten. Ich hatte Angst, aber ich hatte ja den Weg zurück geschafft und wollte nicht einfach so aufgeben.

März 2013

Maria kannte viele Menschen, die mein Unglück erfuhren und ihr halfen. Und dann war da eine Familie, die extra wegen mir nach Bulgarien geflogen war, um mich kennenzulernen. Sie besuchten mich im Krankenhaus und es wurde ihnen erklärt, welche Behandlungen für mich notwendig waren, um mich wieder fit zu machen. Ich glaube, sie mochten mich, denn sie hatten mir ein Lächeln und Streicheleinheiten geschenkt. Maria sah auch glücklich aus. Sie sagte zu mir: “Jetzt wird alles gut!” Sie weinte und wirkte so glücklich. “Dann wird jetzt alles gut, okay!” Meine Schwester hatte schon ein Zuhause gefunden.
Dann schaffe ich das auch!
Ich fühlte mich müde. Ich war so aufgeregt. Ich sollte mit dem Flugzeug reisen, …, keine Ahnung, was das war. Ich wurde in Decken eingepackt, damit ich es weich und sicher in dieser Box hatte. Dann wurde ich mit dem Auto transportiert, ausgeladen, sah Maria noch ein letztes Mal, die mein Gesicht in ihre Hände nahm, mich küsste und wieder weinte. “Viel Glück mein lieber Ares. Ich wünsche dir ein wundervolles Leben. Du wirst geliebt werden. Es wird jetzt alles gut. Gute Reise!”

Dann ging alles wieder so schnell, und so viele Menschen um meine Box herum. Und dann flog ich in mein neues Zuhause. Zu den Menschen, die mich besucht hatten und mir ihr Lächeln schenkten.
Ich schlief ein. Ich war erschöpft.
Ja, dann war ich angekommen. Noch immer am Flughafen, aber da waren wieder die Menschen – Gott sei Dank. Ich bin sicher. Sie unterhielten sich und sahen sehr besorgt aus. Ich verstand nicht, was sie sagten. Da war noch eine Person, die ich nicht kannte. Egal, es wird ja jetzt alles gut – und ich machte die Augen zu. Müde.
Ich machte meine Augen nicht mehr auf.

Ich hatte mein neues Zuhause noch gar nicht gesehen.
Ich fühlte einen kleinen Pieks in meinem Bein und fühlte mich, als könnte ich fliegen.

Ich sah die Menschen bei mir sitzen und hörte:
“Das ist besser für ihn. Wir ersparen ihm viel Leid! Wir müssen Maria Bescheid geben.”

Maria Bescheid geben? Was war denn los?

Ein helles Licht, … meine Mama …
Lieber Ares. Du hattest so viel Leid erfahren müssen und dennoch hattest du die Menschen immer geliebt.
Wir können nicht mit Worten beschreiben, wie sehr uns die Nachricht geschockt hatte, dass du noch am Flughafen direkt nach deiner Ankunft eingeschläfert wurdest. Wollte die Familie doch alles Mögliche für dich tun,
warst du doch auf dem Weg der Heilung und Besserung.

Alles, was wir wollten war, dass du endlich wahres Glück und Liebe erfahren kannst.
Bitte verzeih’ uns!

Run free kleiner Stern. Wir vermissen dich!
In Liebe Maria
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