Pepsi
29.12.2023
Pepsis Mutter gebar ihre Babies angebunden an einem Baum. Sie wurde ausgesetzt, weil sie schwanger war.
Zusammen mit seinen Geschwistern und seiner Mutter wurden sie von Maria gerettet.
Die kleine Familie lebte in Bulgarien bei einem Mann, der sie nicht gut behandelte.
Als sie im Herbst 2016 entdeckt wurden, war es für Maria ein trauriger Anblick. Die Mutter, ohne Futter und Wasser, die ihre Kleinen liebevoll versorgte. Sie gab ihr Bestes, damit sie überleben konnten. Maria nahm sie zu sich auf, pflegte sie und vermittelte sie später an liebe Familien. Der einzige, der keine Familie fand, war Pepsi. Vier Jahre lang lebte er in Marias Obhut und obwohl er sich zu einem so schönen Hund entwickelt hatte, mit einem wundervollen Charakter, bekam er keine einzige Anfrage.
Zusammen mit seinen Geschwistern und seiner Mutter wurden sie von Maria gerettet.
Die kleine Familie lebte in Bulgarien bei einem Mann, der sie nicht gut behandelte.
Als sie im Herbst 2016 entdeckt wurden, war es für Maria ein trauriger Anblick. Die Mutter, ohne Futter und Wasser, die ihre Kleinen liebevoll versorgte. Sie gab ihr Bestes, damit sie überleben konnten. Maria nahm sie zu sich auf, pflegte sie und vermittelte sie später an liebe Familien. Der einzige, der keine Familie fand, war Pepsi. Vier Jahre lang lebte er in Marias Obhut und obwohl er sich zu einem so schönen Hund entwickelt hatte, mit einem wundervollen Charakter, bekam er keine einzige Anfrage.
Pepsi war inzwischen ca. sieben Monate jung, als eine Gruppe von Menschen Maria in Bulgarien besuchte, um ihr bei Aufräumarbeiten zu helfen, Reparaturen vorzunehmen und Gehege aufzustellen, die sie durch eine tolle Spendenaktion erhalten hatte. Unter diesen Menschen war auch ich und durfte diesen tollen witzigen jungen Clown kennenlernen. Schon allein der Name “Pepsi” passte zu ihm. Er klaute Werkzeug, Handschuhe, alles mögliche, was wir nicht im Auge hatten, aber für unsere Arbeit brauchten. Er lag immer mitten im Geschehen, so dass wir ihn oft weglocken mussten, wenn wir mit den Werkzeugen arbeiteten. Er passte auf uns alle auf, wenn andere Hunde uns anbellten. Eines war in dieser Zeit mit ihm ganz besonders, dass er stets bei mir war und sich nur von mir streicheln ließ.
Am letzten Tag meines Besuchs, war er derjenige, der mich zum Tor begleitete und mir
– wie ich es Jahre später deute –
“Wir sehen uns wieder”, sagte.
– wie ich es Jahre später deute –
“Wir sehen uns wieder”, sagte.
Ich erinnere mich noch sehr genau an diesen Moment. Dachte ich noch, dass ich ihn sofort adoptieren würde, würde da nicht noch ein Hund auf mich Zuhause warten.
Meine Worte an ihn waren, dass wir alles versuchen werden, um ein gutes Zuhause für ihn zu finden. Ich postete ihn auf facebook und setzte ihn auf meine damalige Website. Alle Hunde aus dieser Zeit fanden ihr warmes Körbchen. Sie alle, auch seine Geschwister und seine Mutter, durften ihre Köfferchen packen. Nur Pepsi nicht. Er blieb alleine zurück.
Keine einzige Anfrage für ihn. Niemand wollte ihn.
Meine Worte an ihn waren, dass wir alles versuchen werden, um ein gutes Zuhause für ihn zu finden. Ich postete ihn auf facebook und setzte ihn auf meine damalige Website. Alle Hunde aus dieser Zeit fanden ihr warmes Körbchen. Sie alle, auch seine Geschwister und seine Mutter, durften ihre Köfferchen packen. Nur Pepsi nicht. Er blieb alleine zurück.
Keine einzige Anfrage für ihn. Niemand wollte ihn.
Pepsi – letztes Foto zum Abschied
Im April 2020 starb mein Seelenhund. Ich weiß noch, dass eine Freundin zu mir sagte: “Du denkst ja an Pepsi, oder?” Ich hatte immer an Pepsi gedacht, waren wir doch immer noch auf der Suche nach einem Für-Immer-Zuhause für ihn. Aber jetzt sofort einen anderen Hund …, das schien mir unmöglich. Ich hatte das Gefühl, dass kein anderer Hund einen Platz in meinem Herzen finden könnte und wollte erstmal definitiv keinen. Vielleicht würde sich bei meiner anstehenden Reise nach Sizilien eine Fellnase finden, die nicht von meiner Seite weicht. Ein Hund, der sich denkt- “Das ist mein Mensch!”, und ich ihn mitnehmen muss.
Ich fühlte mich einfach nur leer und traurig.
Ich fühlte mich einfach nur leer und traurig.
Ende Mai 2020 erstellte ich eine Bild-Collage von meinem verstorbenen Hund Roco und sichtete so viele Fotos dafür. Ich wollte eine Leinwand drucken lassen und stieß schließlich beim Durchstöbern der Bilder auf den Ordner “Bulgarien 2017”. Ich klickte ihn zum Öffnen an und betrachtete jedes Foto und erinnerte mich an den Besuch bei Maria.
Es sollte so sein
Beim Betrachten der Bilder sah ich überall diesen einen Hund – Pepsi!
Manchmal war nur seine Rute oder nur sein halber Körper in irgendeiner Ecke des Bildes zu sehen. Aber er war beinahe auf jedem Bild!
Ja, und dann kam dieses Abschiedsfoto. Ich zoomte seine Augen so groß heran, dass ich in sie hineinsehen konnte. Ich sah mich!
Manchmal war nur seine Rute oder nur sein halber Körper in irgendeiner Ecke des Bildes zu sehen. Aber er war beinahe auf jedem Bild!
Ja, und dann kam dieses Abschiedsfoto. Ich zoomte seine Augen so groß heran, dass ich in sie hineinsehen konnte. Ich sah mich!
Auf einmal war alles so klar. Sofort schrieb’ ich Maria, sie solle Pepsis Koffer packen.
Er würde jetzt bei mir einziehen und müsse auf niemanden mehr warten!
Meine Gefühle kann ich nicht genau beschreiben.
Sicher war da auch Freude, aber vielmehr wohl das Gefühl,
dass es einfach wichtig war, dass er ein Zuhause brauchte!
Er würde jetzt bei mir einziehen und müsse auf niemanden mehr warten!
Meine Gefühle kann ich nicht genau beschreiben.
Sicher war da auch Freude, aber vielmehr wohl das Gefühl,
dass es einfach wichtig war, dass er ein Zuhause brauchte!
Wo ist der Clown geblieben?
Der Tag kam, an dem wir Pepsi endlich in unsere Arme schließen konnten. Ich freute mich auf diesen “Clown” und das lustige “Pepsi-Gesicht”. Natürlich war er bei der Ankunft nervös und unsicher. Wusste nicht richtig, wie ihm geschah. Während der Autofahrt wurde ich von ihm beschnüffelt, und er sah mich an. Keine Spur von seinem lustigen “Pepsi-Gesicht”. Der Clown? Der war nicht da.
Wo sollte er auch sein; war dieser Hund doch gerade erst angekommen, und musste er sich doch erst noch zurechtfinden in seiner neuen Umgebung. Hatte er mich erkannt? Ich war nicht sicher. Er schnüffelte immer wieder an mir, sah mich an und schien seine Erinnerungen zu prüfen. Die ersten Tage waren an sich unauffällig, aber das ist meistens so, wenn Hunde neu eingezogen sind. Sie müssen die Abläufe kennenlernen, die Menschen und die Umgebung – draußen und drinnen im Haus. Aber irgendetwas war anders. Ich kramte nach einigen Tagen meine Klamotten im Schrank durch und fand ein Shirt, das ich damals 2017 auch in Bulgarien getragen hatte. Ich zog es an und ging zu Pepsi. Er schnüffelte wieder an mir und da war es: Sein lustiges “Pepsi-Gesicht”
Endlich … jetzt schien er sich sicher zu sein, dass ich es bin!
Wo sollte er auch sein; war dieser Hund doch gerade erst angekommen, und musste er sich doch erst noch zurechtfinden in seiner neuen Umgebung. Hatte er mich erkannt? Ich war nicht sicher. Er schnüffelte immer wieder an mir, sah mich an und schien seine Erinnerungen zu prüfen. Die ersten Tage waren an sich unauffällig, aber das ist meistens so, wenn Hunde neu eingezogen sind. Sie müssen die Abläufe kennenlernen, die Menschen und die Umgebung – draußen und drinnen im Haus. Aber irgendetwas war anders. Ich kramte nach einigen Tagen meine Klamotten im Schrank durch und fand ein Shirt, das ich damals 2017 auch in Bulgarien getragen hatte. Ich zog es an und ging zu Pepsi. Er schnüffelte wieder an mir und da war es: Sein lustiges “Pepsi-Gesicht”
Endlich … jetzt schien er sich sicher zu sein, dass ich es bin!
In Bulgarien hatten sich aufgrund familiärer Umstände bei Maria viele Dinge geändert, sodass Pepsi beinah über zwei Jahre in einem Zwinger untergebracht wurde. Wie ich später erfuhr, konnte man sich nicht mehr so intensiv um ihn kümmern, wie es zur Zeit meines Besuches der Fall gewesen war. Er hatte sich zu einem Angsthund entwickelt. Angst vor Gewitter, Angst vor Männern und fremden Menschen, Angst vor Schatten, Angst sich im Haus frei zu bewegen, Angst vor glatten Böden, Angst vor Geräuschen, Angst vor so vielen Dingen. Nur draußen auf den Feldern schien er sich sicher zu fühlen.
Körperlich hatte er stark abgebaut und kam mit starkem Durchfall. Den Durchfall hatten wir schnell im Griff, so blieb aber sein körperlicher (HD, instabile Bänder und Knochen) und seelischer Zustand eine große Baustelle. Ich erfuhr, dass – kurz bevor ich mich für ihn entschied – er sehr krank geworden war und sie ihn aus dem Zwinger holen mussten. Ohren und Augen waren entzündet, und körperlich und psychisch hatte er stark abgebaut. Wie ich später erkannte, war das zu der Zeit als ich Roco über die Regenbogenbrücke gehen ließ. Fast parallel!
Körperlich hatte er stark abgebaut und kam mit starkem Durchfall. Den Durchfall hatten wir schnell im Griff, so blieb aber sein körperlicher (HD, instabile Bänder und Knochen) und seelischer Zustand eine große Baustelle. Ich erfuhr, dass – kurz bevor ich mich für ihn entschied – er sehr krank geworden war und sie ihn aus dem Zwinger holen mussten. Ohren und Augen waren entzündet, und körperlich und psychisch hatte er stark abgebaut. Wie ich später erkannte, war das zu der Zeit als ich Roco über die Regenbogenbrücke gehen ließ. Fast parallel!
Schicksal?
Nun ist Pepsi drei Jahre bei uns, und wir haben inzwischen sehr viel zusammen geschafft. Sein gesundheitlicher Zustand ist prima. Mit seinen sieben Jahren geht es ihm richtig gut, und das ohne Medikamente oder, dass eine Operation (wegen seiner HD) notwendig wäre. Seine Ängste hat er in kleinen Schritten überwinden können. Es gibt noch einige Situationen, in denen er unsicher ist, aber ich bin für ihn da, wenn er mich braucht. Alles geht ohne Druck und ohne Stress zu machen. Seine Neugierde ist zurückgekehrt sowie sein Lächeln – sein “Pepsi-Gesicht”. Das ist das Wichtigste für mich, dass er mir vertrauen kann, sich freuen und sich frei fühlen kann. Hatte er so lange darauf gewartet, dass wir uns wiedersehen. Ich glaube, er wusste es damals schon, dass der Tag kommen würde, an dem wir uns wiederbegegnen und dann den Lebensweg gemeinsam gehen würden. Als er so krank wurde, so denke ich, war vielleicht der Funke des Zweifels gekommen. Vielleicht zu dem Zeitpunkt, als ich zu meiner Freundin sagte: “Ich will jetzt keinen Hund!”
Ich dachte, mich würde in Sizilien ein Hund finden.
Ich ahnte nicht, dass da schon jemand war, der schon so lange auf mich wartete.
Jetzt bist du bei mir, und ich bin dankbar dafür!
Freundin Elna (aus Griechenland) – ein Flower-Power-Mädchen – hält uns beide gut auf Trab 🙂
Ich dachte, mich würde in Sizilien ein Hund finden.
Ich ahnte nicht, dass da schon jemand war, der schon so lange auf mich wartete.
Jetzt bist du bei mir, und ich bin dankbar dafür!
Freundin Elna (aus Griechenland) – ein Flower-Power-Mädchen – hält uns beide gut auf Trab 🙂



























