Lea & Nerica
17.08.2014
Zwei Seelenhunde, die einander brauchten. So viele Jahre lebten sie zusammen in Kroatien in einem Asyl und warteten auf ihr Glück.
Lea, geboren 2005
Lea ist als Welpe ins Asyl gekommen und hatte nie die Chance erhalten, dies zu verlassen. Lea war zu allen und allem freundlich und ihre Leidenschaft waren Bälle. Wer einen Ball in der Hand hielt war ihr Freund!!
Nerica, geboren 2002
Nerica kam als Junghund in das Asyl, nachdem man sie alleine im Wald aufgefunden hatte. Nerica hatte ein so liebes Wesen und war glücklich wenn sie Menschen um sich hatte. Spazieren gehen und dann noch Schwimmen war ihr größtes Glück. Leider fand sich niemand während ihres langen Aufenthalts im Asyl, der Nerica dieses Leben jeden Tag hätte bieten können.
Bis im Februar 2012, da waren sie da, Nerica “ihre Menschen” in Deutschland, nun sollte sie jeden Tag ihre Menschen um sich haben. Alles war geplant alles stand bereit… doch dann, Nerica bekam einen Schlaganfall!!! Nerica lebte, aber nun schien alles aus. Doch ihre Menschen wollte Nerica trotzdem, kein Hindernis war ihnen zu groß um ihr ein schönes Leben zu bieten. Wieder kam der Tag der Abfahrt ins Glück! Und wieder bekam Nerica einen erneuten Schlaganfall!!! Warum nur!!?? Warum war es ihr nicht gegönnt, endlich ein schönes Leben zu führen. Nerica überlebte erneut, aber ihr Gesundheitszustand ließ es nicht mehr zu, dass sie noch ausreisen konnte. Es wäre zu viel für klein Nerica geworden. Aber im Asyl sollte sie nicht bleiben. Zwischen diesen ganzen Hunden – diesem Trubel!! Tanja, eine Tierschützerin aus dem Asyl, nahm Nerica mit nach Hause und Nericas Familie in Deutschland stand ihr als Pate an der Seite!
Hier bei Tanja hatte Nerica ihre Ruhe und Geborgenheit, die sie brauchte.
Lea im Asyl, wurde immer stiller und zog sich immer mehr zurück. Die Tierschützer sorgten sich; ob Lea krank ist!? Sie brachten Lea zum Tierarzt, aber der konnte keine körperliche Krankheit feststellen!!
Doch Lea wurde immer stiller, auch ihre geliebten Bälle konnten sie nicht mehr begeistern. Was tun!?
Tanja aus dem Tierasyl erkannte es wiedermal. Lea vermisste Nerica! Hier schien wohl eine tiefe Seelenverbundenheit zu sein.
Tanja nahm nun auch Lea mit zu sich nach Hause, sie wollte es wissen, ob es da einen Zusammenhang gab.
Lea ging auf Nerica zu, legte sich neben sie und schien endlich wieder glücklich zu sein.
Am nächsten Morgen fand Tanja beide Hunde noch immer nebeneinander liegend. Jedoch war die Hündin Lea noch in derselben Nacht verstorben! Lea hatte durchgehalten bis sie wieder bei ihrer Nerica war! Die Tierschützer machten sich schwerste Vorwürfe, warum, warum haben sie das nicht schon eher erkannt!!!!???
Nein, bei so vielen Hunden wie soll das immer möglich sein? Tanja und auch Goga tat es so unendlich leid. Den einzigen Trost, den sie hatten, war, dass sie beide Hunde wieder vereinen konnten, dass sie noch einmal für eine Nacht einander hatten.
Nur einige Stunden später geschah das Unfassbare: Nerica bekam erneut einen Schlaganfall und dieses Mal hat sie ihn nicht überlebt. Zwei Seelen hatten aufeinander gewartet, dass sie sich wieder vereinen konnten und konnten dann in Ruhe und Frieden gehen.
So tief war die Verbundenheit dieser beiden Hunde. Und so tief war der Schmerz von Tanja und Goga.
“Wir müssen noch achtsamer sein”, sagte Goga! Aber wie, bei so vielen Hunden und den ständigen Nöten?
Was müssen diese vielen Hunde, in den ganzen armseligen Asylen und Auffangstationen erleiden!? Es muss schrecklicher sein, als wir es uns je vorstellen können………..
Die Tierschützer im Asyl Spas haben zu den Hunden, gerade die schon so lange im Asyl sind, eine tiefe Verbundenheit. Es schmerzt um so mehr, zu wissen, die Situation der Hunde verändern zu können.
Nach dem ersten tiefen Schmerz, hat Goga – die erste Vorsitzende des Asyls Spas – erkannt, dass diese tiefe Verbundenheit zwischen Lea und Nerica ein zeichen sein sollte, den alten Hunden mehr Ruhe zu gönnen! Sie sollen nun eigene Zwinger bekommen, damit sie in kleineren Gruppen gehalten werden können, in Gebäuden, in denen sie es warm und trocken haben. Wo sie geschützt sind vor dem Trubel der Junghunde.
Goga, die Löwin des Asyls, wird sich wieder mit den Behörden in Verbindung setzen und um jeden Cent und die Genehmigungen kämpfen, für ein besseres Leben der älteren Hunde! Ihnen ein lebenswertes Leben zu ermöglichen und so Seelenverbundenheiten besser zu erkennen und nicht zu trennen – auch wenn sie im Asyl bleiben müssen.
Das ist Spas neues Projekt “Das Lea-Nerica Projekt”!
So haben Jasna die 1. Vorsitzende von Aktiv für Hunde in Not und Goga die 1. Vorsitzende vom Asyl Spas es beschlossen und genannt.
Aktiv für Hunde in Not e. V.